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Ein Kunstwerk – Teil der Erinnerungskultur

Am 05. November 2019 hat das Bild (eine Reproduktion) von Max Beckmann „Die Synagoge in Frankfurt am Main“ einen besonderen Platz im Dominikanerkloster bekommen. 100 Jahre nach seiner Entstehung, hängt die Kopie des Bildes an dem Ort, der sich durch seine Nähe zum ehemaligen Standort der früheren Hauptsynagoge (Börnerplatz-Synagoge) Frankfurts auszeichnet. In der Nacht vom 09. auf dem 10. November 1938 zogen organisierte Schlägertruppen – in einem barbarischen Terrorakt – durch Deutschland, mordeten unschuldige Menschen und setzten Geschäfte und Gotteshäuser in Brand. Auch die Börnerplatz-Synagoge wurde in Brand gesetzt. Die ausgebrannte Ruine der Hauptsynagoge wurde im Januar 1939 abgerissen und ihre Steine zum Bau einer Mauer zur Einfriedung des Hauptfriedhofs verwendet. Heute erinnert nur noch eine Gedenktafel an der Kurt-Schumacher-Straße an sie.

Das Kunstwerk von Max Beckmann soll zukünftig daran erinnern, dass das, was am 09. November 1938 geschah, nie wieder passieren darf.

Im Anschluss an die Vorstellung und Erklärungen des Kunstwerkes aus unterschiedlichen Perpektiven, gab es ausreichend Gelegenheiten für weiterführende Gespräche. Insbesondere stand das Bild von Max Beckmann im Vordergrund, verbunden mit der Frage und Erörterung wie aus der Kunst Erinnerungskultur gestaltet werden kann. Zu den Gästen der Evangelischen Kirche zählte auch BKC-Frankfurt.